Im Juni 2013 erfolgte der Spatenstich für das Torhaus des Büro-Campus-Deutz in Köln. Im Auftrag von Bauherr und Investor Büro-Campus-Deutz GmbH, einer Projektgesellschaft der STRABAG Real Estate GmbH, errichtet die Ed. Züblin AG, Direktion NRW, Bereich Bonn, ein siebengeschossiges Gebäude, welches das architektonisch anspruchsvolle Ensemble an der im rechtsrheinischen Kölner Innenstadtbezirk gelegenen Siegburger Straße vervollständigen wird. 

Ein umfangreiches Dienstleistungspaket der ULMA Betonschalungen und Gerüste GmbH trägt dazu bei, dass das ausführende Unternehmen die Baumaßnahme in der vorgesehenen Bauzeit von 18 Monaten schlüsselfertig realisieren kann. Hierzu zählt eine partnerschaftliche, fachliche Betreuung des Baupartners ebenso wie die termingenaue Lieferung von Schalungssystemen in der geplanten Menge – egal, ob es sich um Schalung „von der Stange“ oder Lösungen für die Optimierung von Bauabläufen handelt. Zum Einsatz kommen viele Teile aus dem umfangreichen ULMA-Schalungsbaukasten – von Decken-, Wand- und Stützenschalungen bis hin zur Schachtbühne KSP. Darüber hinaus erarbeiteten die Baupartner gemeinsam einen Sondervorschlag, der auf die besonderen Gegebenheiten beim Bau des Bürogebäudes in Köln-Deutz zugeschnitten ist. So konnten dank der Verwendung einer speziell für die Erstellung des Torhauses konzipierten Fassadenriegelschalung Kapazitätsengpässe des einzigen auf der Baustelle eingesetzten Krans vermieden werden. 

„Leistungsstarke Produkte und ein hervorragender Service, gepaart mit größtmöglicher Flexibilität und dem dementsprechenden Know-how, stellen heute die Kernkompetenzen des Geschäfts mit Schalsystemen dar“, beschreibt Dipl.-Ing. Peter Schreckenberg, Vertrieb, ULMA Betonschalungen und Gerüste GmbH, die Spielregeln eines Marktes, bei dem sich der Schalungslieferant selbst während der Bauzeit noch auf sich ändernde Wünsche der ausführenden Unternehmen einstellen muss. Dementsprechend hört bei ULMA die Betreuung eines Projektes nicht mit der Lieferung der Schalungssysteme auf. Die Schalungsprofis unterstützen ihre Kunden bei der schnellen und wirtschaftlichen Umsetzung eines Auftrages mit einer kontinuierlichen fachlichen Beratung durch einen für die jeweilige Baumaßnahme verantwortlichen Projektleiter. Davon haben die Partner auf der Baustelle im Kölner Stadtteil Deutz bereits in der Planungs- und Ausschreibungsphase ausgiebig Gebrauch gemacht.  „Das Torhaus bildet das Entree zum Büro-Campus-Deutz, einer Gruppe von drei Gebäudekomplexen mit nahezu identischen Grundrissen“, erläutert Bauleiter Klaus Skoda, Ed. Züblin AG, Direktion NRW, Bereich Bonn (techn. Federführung). Während die bereits 2005 und 2008 fertiggestellten ersten beiden Häuser lediglich über fünf Geschosse verfügen, sind die mit einer Glasfront verbundenen Riegel des dritten Komplexes um zwei Etagen höher. „Insgesamt beläuft sich die Bürofläche auf 10.600 m2; hinzu kommt ein Untergeschoss mit rund 100 Stellplätzen“, so Skoda weiter. Als sogenannter Ankermieter konnte ein namhafter europäischer Autohersteller gewonnen werden, der auf dem modernen Areal seine deutsche Konzernzentrale unterbringen will. 
 

Außergewöhnliche Rahmenbedingungen
Im Juni 2013 hat die Ed. Züblin AG mit den Erd- und Rohbauarbeiten begonnen, als Nachunternehmer für den Betonbau wurde die AXOM Bau beauftragt. Die Rohbaufertigstellung ist für April 2014 vorgesehen. Parallel zu den anderen Arbeiten haben bereits im Februar dieses Jahres die Ausbauarbeiten begonnen. Laut Aussage des Bauleiters werden insgesamt rund 1.100 t Baustahl im Torhaus verarbeitet, davon alleine 750 t im Untergeschoss. Mit dieser massiven Ausführung wird der Baukörper bis zu seiner Fertigstellung bei möglichen Hochwasserständen des Rheins gegen Auftrieb geschützt. „Im Bedarfsfall wird die Tiefgarage, die als weiße Wanne ausgeführt wurde und mit zusätzlichen Dichtungssystemen ausgestattet ist, geflutet“, so Skoda, der bei der Beschreibung des Projektes auf weitere außergewöhnliche Rahmenbedingungen verweist.

 

Logistische Herausforderung
Unter anderem steht auf dem Bauplatz, der auf der einen Seite von der Siegburger Straße und auf der anderen Seite von den bereits fertigen Bürogebäuden begrenzt wird, nur so wenig Platz zur Verfügung, dass die gesamten Rohbauarbeiten mit nur einem Kran bewerkstelligt werden müssen. Zudem ist eine Feuerwehrzufahrt offen zu halten. Umstände, die die Lagerung von Material oder den Einsatz der Schalungssysteme zu einer logistischen Herausforderung machen. „Entsprechend wichtig war eine exakte Vorplanung und die Auswahl der geeigneten Baupartner“, erklärt Ludger Bartels, Kalkulation und Arbeitsvorbereitung, Ed. Züblin AG, Direktion NRW, Bereich Bonn. Für Bartels ist das Projekt vor allem durch den Einsatz von vielen Fertigteilen geprägt, hierunter Filigrandecken und Hohlraumwände sowie Unterzüge und Brüstungen. „Deshalb mussten wir ein schlüssiges Schalungskonzept entwickeln, das einen schnellen und wirtschaftlichen Baufortschritt unterstützt“, so Bartels. ULMA hatte hier den überzeugendsten Ansatz, sind sich Barthels und Skoda einig. In gemeinsamen Vorgesprächen, an denen neben Vertriebsmitarbeiter Peter Schreckenberg außerdem Dipl.-Ing. Andreas Baszczok, ULMA Betonschalungen und Gerüste GmbH, als Projektingenieur beteiligt war, wurde der Bauablauf optimiert. 

 

Kranauslastung optimiert
So wurden die beiden Hauptriegel des Torhauses in jeweils einen Bauabschnitt pro Geschoss eingeteilt, wobei der Einsatz der Schalung dabei von Riegel zu Riegel wechselt. Auf diese Weise konnte versetzt geschossweise geschalt und eine optimale Kranauslastung sichergestellt werden. Nach Fertigstellung eines Betonierabschnittes wurde umlaufend die Aufnahme für die Fertigteile erstellt. 4 Wochen hat die Erstellung des Erdgeschosses gedauert, 3 Wochen brauchen die Arbeiter für eine Etage eines Riegels. „Die Terminplanung liegt im Soll“, so Bauleiter Skoda. Auch dank der Abstimmung mit dem Schalungshersteller und der Verwendung einer Fassadenriegelschalung, die den Kern des Schalungskonzeptes darstellt. „Die von ULMA konzipierte Schalung hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Rohbauarbeiten in der vorgesehenen Zeit ausgeführt werden konnten“, stellt Polier Christoph Meyer, Ed. Züblin AG, Direktion NRW, Bereich Bonn, fest. Ihre verstärkten Riegel und Stützen sorgen für einen erhöhten Vertikalabtrag, und die Elemente sind jederzeit flexibel und schnell zu befestigen. „Nach der Montage der Schalung und der Betonierung der Decke können die Wandfertigteile zügig gesetzt werden“, ergänzt Polier Bernd Baumeister, AXOM Bau SP.ZO.O.SP.K, „diese werden dann mit Ortbetonstützen vergossen.“

Bauleitung und Poliere sind sich einig, dass ULMA mit der Fassadenriegelschalung ein System konzipiert hat, über das nicht jeder Schalungshersteller verfügt. Entsprechend positiv fällt das vorläufige Fazit aus: Der Schalungshersteller hat mit kreativen Lösungen seine technische Kompetenz unter Beweis gestellt. Mit dem Einsatz der Schalungssysteme von ULMA konnte zudem der Kostenrahmen erfüllt werden. Für Peter Schreckenberg basiert dieses Ergebnis auf der Teamarbeit von Projektmanagement, Vertrieb und technischem Büro. Gleichzeitig ist es eine Bestätigung des Vertrauens in eine Mannschaft, die den Einsatz der Schalungssysteme so professionell plant und lenkt, dass Auftraggeber und Auftragnehmer das angepeilte Bauziel erreichen können. Alle Beteiligten sind zuversichtlich, dass der geplante Fertigstellungstermin im April dieses Jahres gehalten werden kann.